Ministerpräsident Dr. Söder und Sportminister Herrmann verleihen "Bayerischen Sportpreis 2026"
11.10.2026, 10:57 Uhr
Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Sportminister Joachim Herrmann haben dem Bobpiloten Johannes Lochner mit seinem Anschieber Georg Fleischhauer und der Ausnahme-Skifahrerin Emma Aicher den Bayerischen Sportpreis 2026 überreicht. Die inzwischen zum 24. Mal verliehene Auszeichnung ging auch an die bayerischen Olympiasieger der Winterspiele 2026 Daniela Maier, Dajana Eitberger mit Magdalena Matschina, Philipp Raimund und Tobias Wendl mit Tobias Arlt. Der ehemalige Schiedsrichter Deniz Aytekin erhielt den Preis für sein Lebenswerk, Nathaniel Brown die Auszeichnung in der Kategorie "Herausragender Nachwuchssportler". Der "Jetzt-erst-recht-Preis" ging an den Top-Para-Biathleten Marco Maier. Der Bayerische Rundfunk erhielt den Preis in der Kategorie "Herausragende Förderung des Sports". Der persönliche Preis des Bayerischen Ministerpräsidenten ging an den Trainer der FC Bayern-Fußballer, Vincent Kompany.
Ministerpräsident Söder: "Herzlichen Glückwunsch zum Sportpreis, lieber Vincent Kompany! Erst sehr starker Fußballer, jetzt Ausnahme-Trainer des FC Bayern München: Vincent Kompany glänzt mit attraktivem Offensiv-Fußball, einer klaren Philosophie, Führungsstärke sowie Charisma auf und neben dem Platz. Jede Saison formt er aufs Neue eine sympathische und erfolgreiche Mannschaft. Der frühere 'FC Hollywood' ist heute der 'FC Feelgood'. Neben dem sportlichen Erfolg steht der FC Bayern darüber hinaus auch für Toleranz, Mitmenschlichkeit und Weltoffenheit – es sind dieselben Ideale, die auch der Freistaat Bayern entschlossen vertritt. Auch diese Bemühungen unterstützt der Trainer und ist damit ein großes Vorbild. Vincent Kompany verkörpert das bayerische Selbstverständnis. Er ist ein großartiger Botschafter Bayerns in der Welt. Herzlichen Glückwunsch zum Bayerischen Sportpreis!"
Zu den Laudatoren bei der Gala in der Münchner BMW Welt gehörten der langjährige Fußballtrainer und TV-Experte Christian Streich, der Schauspieler Ferdinand Hofer, der Ausnahme-Ruderer und Sportpreisträger Oliver Zeidler, der Fußballtrainer Enrico Valentini und der Para-Schwimmer und Sportpreisträger Taliso Engel. Sportminister Herrmann würdigte die Preisträger und deren Vorbildfunktion für den Sport.: "Sport bringt Menschen zusammen. Als Spitzensportler oder Unterstützer des Sports vermitteln Sie Werte, die weit über den Wettkampf hinausreichen: Fairness, Teamgeist und Respekt – aber auch die Fähigkeit, Niederlagen anzunehmen, aus ihnen zu lernen und weiterzumachen."
Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden in diesem Jahr erneut in sieben verschiedenen Kategorien sowie dem persönlichen Preis des Bayerischen Ministerpräsidenten für Vincent Kompany ausgezeichnet:
Sportmomente für die Ewigkeit: Johannes Lochner mit Georg Fleischhauer
Johannes Lochner zählt zu den erfolgreichsten Athleten im Eiskanal. 2026 gelang ihm gemeinsam mit seinem Anschieber Georg Fleischhauer bei den Olympischen Spielen in Italien mit dem Gewinn von zwei Goldmedaillen ein grandioser Abschied. Nach dem Sieg im Zweierbob konnte das erfolgreiche Team auch im Viererbob die Goldmedaille gewinnen.
Botschafterinnen und Botschafter des Bayerischen Sports:
weitere Goldmedaillengewinnerinnen und -gewinner der Olympischen Winterspiele 2026
Bei den Olympischen Winterspielen 2026 standen auch diese bayerischen Athletinnen und Athleten ganz oben auf dem Podest: Daniela Maier im Skicross, Philipp Raimund im Skispringen sowie die Rodlerinnen und Rodler Dajana Eitberger mit Magdalena Matschina und Tobias Wendl mit Tobias Arlt als Teil der Teamstaffel.
Jetzt-erst-recht-Preis: Marco Maier
Marco Maier gehört zu den erfolgreichsten deutschen Para-Ski-nordisch-Athleten. Bei den Paralympics 2026 gewann er insgesamt vier Medaillen im Para-Biathlon: einmal Silber und dreimal Bronze. Damit gehörte er zu den erfolgreichsten deutschen Athleten der Spiele.
Herausragender Nachwuchssportler: Nathaniel Brown
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gehörte der Oberpfälzer Nathaniel Brown zu den positiven Überraschungen der deutschen Nationalmannschaft. Dank seiner Schnelligkeit, Dynamik und offensiven Stärke zählt er zu den größten Talenten auf der linken Abwehrseite in Deutschland.
Sportliches Lebenswerk: Deniz Aytekin
Deniz Aytekin zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Fußballschiedsrichtern Deutschlands. Seit 2008 gehörte er zum festen Kreis der Bundesliga-Schiedsrichter. Von 2011 bis 2022 stand er zudem auf der FIFA-Liste. Er leitete mehr als 250 Bundesliga-Spiele, pfiff Partien in der UEFA Champions League sowie das DFB-Pokalfinale 2017. Für seine Leistungen wurde er dreimal als "DFB-Schiedsrichter des Jahres" ausgezeichnet. Nach der Saison 2025/26 beendete er seine Karriere als aktiver Profischiedsrichter.
Herausragende Bayerische Sportkarriere: Emma Aicher
Emma Aicher schrieb bei den Olympischen Winterspielen 2026 deutsche Skigeschichte: Mit Silber in der Abfahrt gewann sie die erste deutsche Damen-Medaille in dieser Disziplin seit 1998. Gemeinsam mit Kira Weidle-Winkelmann bejubelte sie zudem die Silbermedaille in der Team-Kombination. In der vergangenen Wintersaison startete Emma Aicher in allen vier Disziplinen und belegte am Ende der Saison den zweiten Platz im Gesamtweltcup.
Herausragende Förderung des Sports: Bayerischer Rundfunk für #SportVereint
Die Mitmachaktion #SportVereint des Bayerischen Rundfunks stellte ehrenamtliches Engagement im bayerischen Sport in den Mittelpunkt. Die Aktion sammelte und erzählte Geschichten von Menschen in Sportvereinen, die organisieren, unterstützen oder Verantwortung im Verein übernehmen. Vereine und ehrenamtlich Engagierte konnten ihre Geschichten einreichen und hatten dabei die Chance, 1.000 Euro für ihren Verein zu gewinnen. Ziel der Aktion war es, diese oft unsichtbare Arbeit sichtbar zu machen und die Bedeutung der Sportvereine für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bayern zu betonen.
Moderator der Sportpreisverleihung war auch in diesem Jahr wieder Markus Othmer. Das BR Fernsehen überträgt die Veranstaltung zeitversetzt am Sonntag, den 11. Oktober 2026, ab 22:10 Uhr
