Bayerns Innenminister Joachim Herrmann: Asylzugang sinkt erneut um ein Drittel - Mehr Aufenthaltsbeendigungen als Asylneuzugänge - Erfolgreiche Migrationswende darf nicht durch neue Fehlanreize unterlaufen werden
26.10.2026, 11:00 Uhr
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat heute im Asylbereich eine positive Zwischenbilanz für das Jahr 2026 gezogen: In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurden im Freistaat Bayern rund 7.800 neu ankommende Asylbewerber registriert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit rund 11.300 Neuzugängen entspricht das einem Rückgang um rund 31 Prozent. Die Zahl der Aufenthaltsbeendigungen lag mit rund 12.900 auch in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 auf hohem Niveau. Bei den geförderten freiwilligen Ausreisen hat sich der positive Trend mit über 2.700 und einem Plus von rund 21,5 Prozent weiter verfestigt. „Die Asylneuzugänge bleiben auf sehr niedrigem Niveau und gehen im Vergleich zu 2025 weiter zurück. Zugleich verlassen weiterhin mehr Asylbewerber Bayern, als neue hinzukommen. Das zeigt: Unser konsequenter Kurs wirkt und entlastet unseren Staat und die Kommunen dauerhaft und nachhaltig“, betonte Herrmann.
Mit Blick auf das aktuelle Sondierungspapier zwischen der Linken, der SPD und den Grünen im Stadtstaat Berlin warnte der bayerische Innenminister vor einem gefährlichen Kurswechsel in der Asylpolitik: „Wer zusätzliche Anreize für illegale Einreisen schafft, unerlaubte Aufenthalte nachträglich legalisiert oder Landesaufnahmeprogramme aufsetzen will, betreibt eine völlig falsche Migrationspolitik. Wir dürfen die erreichten Fortschritte nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Deutschland braucht eine klare Begrenzung der irregulären Migration und eine konsequente Durchsetzung der Ausreisepflicht. Die Ereignisse in Ceuta Ende Juli sind ein deutlicher Beleg dafür, wie schnell sich der Migrationsdruck wieder erhöhen kann. Ich erwarte deshalb, dass die bundesrechtlichen Vorgaben im Asyl- und Ausländerrecht auch im Stadtstaat Berlin beachtet und umgesetzt werden. Wir brauchen keine neuen Bleibeperspektiven für Menschen ohne Schutzanspruch.“