Herrmann verabschiedet Traunsteiner Landrat Hermann Steinmaßl

30.04.2014

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann verabschiedet den Traunsteiner Landrat Hermann Steinmaßl - Ehrung mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Silber

12 Jahre lenkte Hermann Steinmaßl die Geschicke des Landkreises Traunstein. Heute verabschiedete ihn Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in den Ruhestand und zeichnete ihn mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Silber aus: "Hermann Steinmaßl hat sich mit aller Kraft für seine Heimat eingesetzt, zunächst als Landtagsabgeordneter, dazu als Landrat des Landkreises Traunstein. Besonderes Zeichen des Dankes und der Anerkennung für die besonderen Verdienste um die Kommunale Selbstverwaltung ist die Auszeichnung mit der Kommunalen Verdienstmedaille."

2002 wurde der Ingenieur und frühere Landtagsabgeordnete Hermann Steinmaßl erstmals zum Landrat des Landkreises Traunstein gewählt. Fast ein Vierteljahrhundert lang war er zuvor Mitglied des Gemeinderats von Fridolfing und auch Kreisrat im Landkreis Traunstein. "Eine bestmögliche und leistungsstarke Versorgung mit Krankenhausleistungen im Landkreis lag ihm ganz besonders am Herzen", betonte der Innenminister. Zu diesem Zwecke fusionierte das damalige Kreisklinikum Traunstein-Trostberg mit den Kliniken des Landkreises Berchtesgadener Land zu den Kliniken Südostbayern AG. Herrmann: "Auch das Thema Bildung stand ganz oben auf der Agenda von Hermann Steinmaßl." Besonders setzte er sich für den Neubau des Annette-Kolb-Gymnasiums ein. Die Bildungsangebote an weiterführenden Schulen und Berufsschulen im Landkreis wurden unter seiner Ägide intensiv ausgebaut. Große Investitionen wurden in den Bauunterhalt getätigt. Energetisch saniert werden konnten in der Amtszeit Steinmaßl's insgesamt 21 Schulen, Schulturnhallen, Kinderbetreuungseinrichtungen und Verwaltungsbauten. 2011 schloss der Landkreis die Sanierung der Turnhalle am Chiemgau-Gymnasium in Traunstein ab.

"Steinmaßl's besonderes Augenmerk galt der älteren Generation. Mit seinem tatkräftigen Einsatz hat er es geschafft, dass die drei Altenheime in der Trägerschaft des Landkreises Traunstein blieben“, so Herrmann. Im Jahr 2006 wurde auf seine Initiative hin die Traunsteiner Seniorenkonferenz gegründet. Dieses Netzwerk zielt auf die Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen in allen Lebensbereichen ab.

"Starke Akzente setzte Steinmaßl auch im Straßenbau", betonte der Verkehrsminister. Eines der herausragendsten Kreisstraßenprojekte war die Beseitigung des Bahnüberganges in Übersee im Zuge der Kreisstraße TS 45, ein äußerst komplexes, technisch und städtebaulich anspruchsvolles Projekt, das auf eine planerische Vorgeschichte von rund 80 Jahren zurückblickte. Großes Anliegen war Steinmaßl auch die bessere Anbindung der großen Industriebetriebe in Traunreut an die B 304. Erste Bauabschnitte im Zuge der Kreisstraße TS 49 zu einer besseren Anbindung an die B 304 konnten bereits umgesetzt werden. Nach der Verkehrsfreigabe der Ortsumgehung Traunstein setzte Steinmaßl Arbeitsschwerpunkte bei der Neuordnung des Kreisstraßennetzes und der Netzzusammenhänge im Bereich von Traunstein.

Hermann Steinmaßl war langjähriger Präsident der EuRegio Salzburg-Berchtesgadener Land-Traunstein und Verbandsvorsitzender des Regionalen Planungsverbandes Südostbayern.