Der Bevölkerungsstand in Bayern lag nach den Zahlen des Statistischen Landesamts am 30. Juni 2026 bei rund 13,23 Millionen Menschen – 17.190 Personen weniger als noch zum Ende des Jahres 2025. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann führt diese Entwicklung darauf zurück, dass der konsequente Kurs von Staats- und Bundesregierung in der Migrationspolitik wirkt: „Die Erfolge der Migrationswende schlagen sich nun auch messbar in der Gesamteinwohnerzahl des Freistaats nieder.“ Der Rückgang in den Flüchtlingszahlen führe zu einer spürbaren Entlastung in den Kommunen und trage dazu bei, den Druck auf den Wohnungsmarkt zu mindern. "Darüber hinaus ist die Entwicklung auch für die Planungen auf der kommunalen Ebene von großer Bedeutung, etwa mit Blick auf den Personal- und Platzbedarf bei der Kinderbetreuung und in Schulen", so Herrmann.
Bereits 2025 war ein geringer Bevölkerungsrückgang in Bayern zu verzeichnen, dieser Trend hat sich nun auch im ersten Halbjahr 2026 bestätigt. Nach den Daten des Bayerischen Landesamts für Statistik überstieg die Zahl der Gestorbenen mit 72.746 im ersten Halbjahr 2026 die Zahl der Geburten in Höhe von 53.336, wodurch sich ein Sterbefallüberschuss von 19.410 Personen ergibt. Da vor allem die Zuwanderung aus dem Ausland gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich abgenommen hat, ist im ersten Halbjahr 2026 das Geburtendefizit nicht durch Wanderungsgewinne ausgeglichen worden.
