135.000 Fahndungstreffer seit Gründung, davon allein 20.000 im letzten Jahr - Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann stellen Jahresbilanz 2025 der Bayerischen Grenzpolizei vor.

27.02.2026

Im Jahr 2025 stellten bayerische Grenzfahnder 1.902 unerlaubte Einreisen an den Land- und Luftgrenzen fest – ein Rückgang um über 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2.385) und innerhalb der letzten zwei Jahre um fast 60 Prozent. Die Zahl der Schleuserfälle reduzierte sich um über 34 Prozent auf 105 Delikte. Diese Bilanz der Bayerischen Grenzpolizei im Jahr 2025 haben Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann heute am Grenzübergang Waidhaus an der deutsch-tschechischen Grenze vorgestellt. Söder: "Die Grenzpolizei ist ein absolutes Erfolgsmodell und unsere Eliteeinheit gegen Kriminalität im Grenzraum. Bayern hat die längste Außengrenze aller Bundesländer. In Kooperation mit der Bundespolizei führen wir verstärkte Grenzkontrollen durch und sind zurück bei der Rechtslage vor 2015. Seit Gründung der Grenzpolizei zu Beginn meiner Amtszeit gab es über 135.000 Fahndungstreffer – davon allein 20.000 im vergangenen Jahr.“ Minister Herrmann betonte: "Diese Zahlen belegen deutlich: Unsere Grenzkontrollen wirken und sorgen für einen spürbaren Beitrag zur Eindämmung illegaler Migration. Gleichzeitig ist die Bayerische Grenzpolizei sehr erfolgreich im Kampf gegen menschenverachtende Schleuser und Waffen- und Drogenschmuggler." 

Herrmann begrüßte ausdrücklich die jüngste Entscheidung von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, die vorübergehenden Binnengrenzkontrollen um ein weiteres halbes Jahr zu verlängern: „Die Verlängerung der Grenzkontrollen ist richtig und notwendig. Schengen funktioniert nur mit wirksam geschützten Außengrenzen. Solange diese nicht konsequent gesichert sind, müssen wir weiterhin nationale Verantwortung übernehmen.“ Zugleich unterstrich Herrmann die Bedeutung einer europäischen Lösung: "Die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems muss nun mit Nachdruck umgesetzt werden. Die Zeit der naiven Migrationspolitik ist vorbei." Ministerpräsident Söder sagte: "Die Zahl unerlaubter Einreisen in Bayern ging zuletzt um 20 Prozent zurück – und die Zahl der Schleusungen in den letzten beiden Jahren sogar um 75 Prozent. Die Migrationswende wirkt. Auch die Einführung der Bezahlkarte im Freistaat hat volle Wirkung entfaltet. Die Zahl der freiwilligen Ausreisen wurde 2025 nochmal gesteigert. Der Asylzugang in Bayern ist um mehr als die Hälfte gesunken und die Abschiebungen wurden um 21 Prozent gesteigert."Bayerns Ministerpräsident weiter: "Der Freistaat ist weltoffen und gastfreundlich, aber wer sich nicht integriert und straffällig wird, muss das Land wieder verlassen – auch nach Syrien und Afghanistan."
 
Im Jahr 2025 war die Bayerische Grenzpolizei stark gefordert. Ihr gelangen insgesamt 20.805 Fahndungstreffer (2024: 18.623), etwa weil ein Haftbefehl vorlag oder ein Fahrzeug wegen Diebstahls zur Fahndung ausgeschrieben war. Das entspricht einem Plus von knapp 12 Prozent. Bei der Rauschgiftkriminalität wurden an den Land- und Luftgrenzen 2.091 Fälle festgestellt (2024: 2.294). An den Landgrenzen beschlagnahmten die bayerischen Grenzfahnder insgesamt mehr als 190 Kilogramm Rauschgift (2024: 680). Daneben registrierte die Bayerische Grenzpolizei an den Landgrenzen 1.179 Waffen- und Sprengstoffdelikte (2024: 1.027). Bei den aufgedeckten Fällen wurden an den Landgrenzen insgesamt 1.039 (2024: 930) Waffen und verbotene Gegenstände sichergestellt. Im Bereich der Urkundendelikte waren es 1.410 Fälle (2024: 1.383), worunter beispielsweise Passfälschungen oder die missbräuchliche Verwendung von Ausweisen fallen.
 
Ministerpräsident Söder: "Herzlichen Dank allen Einsatzkräften der Grenzpolizei und an die Partner der Bundespolizei. Wir stehen zur Polizei. Wir halten denjenigen den Rücken frei, die für uns den Rücken hinhalten. Bayern ist insgesamt das sicherste Bundesland mit der niedrigsten Kriminalitätsrate und der höchsten Aufklärungsquote. Sicherheit ist der Preis der Freiheit. Wir werden genauso entschlossen weitermachen und die Grenzpolizei weiter ausbauen – personell und mit modernen Geräten wie Drohnen und Multikoptern. Ganz Deutschland bräuchte eine Grenzpolizei nach bayerischem Vorbild. Es werden nicht nur Taten aufgedeckt, sondern durch Abschreckung auch verhindert." Innenminister Herrmann: "Die Bayerische Grenzpolizei ist und bleibt eine tragende Säule für die Innere Sicherheit in ganz Deutschland. Seit ihrer Gründung im Juli 2018 haben wir die Zahl unserer Grenzpolizisten bereits um mehr als 420 auf aktuell 940 erhöht. Zum 1. März 2026 folgen weitere 30 Personalzuteilungen." Daneben erklärte Herrmann, dass weiterhin in die innovative Ausstattung der Grenzeinheiten investiert werde. "Unsere Einsatzkräfte nutzen bereits jetzt hochmoderne Multicopter, Wärmebildkameras und Personendetektionsgeräte", so Herrmann.
 
Die Bayerische Grenzpolizei ist derzeit an insgesamt zwölf Grenzübergängen zu Österreich und zu Tschechien sowie an den Flughäfen Nürnberg und Memmingen im Einsatz.  Grundlage dafür ist eine Verwaltungsabsprache, die die Bayerische Staatsregierung mit dem Bundesinnenministerium getroffen hat. Zur Unterstützung der Grenzpolizei werden zudem zusätzliche Kräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei eingesetzt.