Grund zum Feiern gab es heute am Klinikum Traunstein: Vor genau 50 Jahren, am 10. September 1976, wurde dort der Rettungshubschrauber Christoph 14 offiziell in Dienst gestellt. Der ursprünglich dritte Rettungshubschrauber in Bayern hat sich im letzten halben Jahrhundert zu einem unverzichtbaren Teil der Notfallversorgung in Südostbayern und dem angrenzenden Alpenraum entwickelt. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann gratulierte vor Ort zum stolzen Jubiläum: "Wir würdigen heute eine sensationelle Erfolgsgeschichte, die für schnelle Hilfe, höchste Professionalität und gelebte Zusammenarbeit steht. Die Luftrettung ist mittlerweile aus unserem Rettungsdienst nicht mehr wegzudenken. Christoph 14 bringt Notärzte und Rettungspersonal schnell zu den Patienten – auch dorthin, wo bodengebundene Rettungsmittel nur mit erheblichem Zeitaufwand oder gar nicht hinkommen."
Die besondere Stärke von Christoph 14 sei die Zusammenarbeit verschiedener Partner. "Das Leitmotiv 'Drei Organisationen – eine Crew' bringt diese besondere Verbindung treffend auf den Punkt," so Herrmann. Der Bund stellt den Zivilschutz-Hubschrauber über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zur Verfügung, während die Bundespolizei die Piloten stellt und das Bayerische Rote Kreuz als Durchführender die rettungsdienstlichen Aufgaben an der Station wahrnimmt. Die Notarztgemeinschaft Traunstein stellt derzeit 22 erfahrene Notärzte für den Hubschrauber. Zudem ist Christoph 14 ein wichtiger Bestandteil des Bevölkerungsschutzes, denn im Zivil- und Katastrophenschutz steht er auch als Ressource des Bundes zur Verfügung. "Dieses Doppelnutzen-Prinzip verbindet schnelle Hilfe im täglichen Einsatz mit zusätzlicher Leistungsfähigkeit in besonderen Gefahren- und Schadenslagen."
Mit Blick auf die steigenden Anforderungen an die Notfallversorgung und den Wandel in der der Krankenhauslandschaft betonte Herrmann, dass auch die Luftrettung vor anspruchsvollen Aufgaben stehe. Daher seien verlässliche und auskömmliche Finanzierungsbedingungen entscheidend. "Für Christoph 14 bedeutet das insbesondere: Die leistungsfähige alpine Luftrettung muss erhalten und weiterentwickelt werden. Dazu gehören ausreichend Personal, moderne Technik und eine dauerhaft gesicherte Rettungswindenkompetenz. Und genau dafür wollen wir uns auch in Zukunft stark machen – damit die Erfolgsgeschichte der Luftrettung fortgeschrieben werden kann!"
