Das 191. Münchner Oktoberfest hat begonnen. Auch in diesem Jahr sorgen rund 600 Polizistinnen und Polizisten der "Wiesn-Wache" dafür, dass mehrere Millionen Menschen sicher und friedlich feiern können. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann informierte sich heute vor Ort über die aktuellen Sicherheitsmaßnahmen auf dem Festgelände. "Die Wiesn ist bayerische Tradition in Reinform. Alle Besucherinnen und Besucher sollen sich bei uns sicher und wohlfühlen. Gemeinsam mit der Landeshauptstadt München hat die Bayerische Polizei das Sicherheitskonzept für die Wiesn kontinuierlich weiterentwickelt. Damit sorgen wir für bestmögliche Sicherheit. Uns liegen derzeit keine konkreten Erkenntnisse über Gefährdungen oder Störungen vor", betonte Herrmann.
Herrmann erklärte, dass das Sicherheitskonzept der Landeshauptstadt München nach der vorübergehenden Schließung des Festgeländes im vergangenen Jahr wegen Überfüllung gemeinsam mit der Bayerischen Polizei und weiteren beteiligten Stellen überarbeitet wurde. "Man hat aus den Ereignissen des Jahres 2025 die notwendigen Schlüsse gezogen. So hat die Stadt München inzwischen 35 Kamerastandorte mit über 50 Kameras auf der Wiesn eingerichtet. Zudem wird ab diesem Jahr die aktuelle Personendichte auf dem Festgelände mithilfe einer sogenannten 'Heatmap' und Künstlicher Intelligenz dargestellt, um den Personenverkehr und die Verweildauer auf dem Festgelände besser beobachten zu können. Zusätzlich ist ein professioneller 'Crowdspotter' im Einsatz, um Gefahren und Gedränge schneller zu erkennen. Auch ein mehrsprachiger Moderator für Lautsprecherdurchsagen ist vor Ort." Um die Zusammenarbeit weiter zu beschleunigen, wurde im Servicezentrum auf der Theresienwiese ein modern ausgestatteter Raum für den Koordinierungskreis eingerichtet. Dem Koordinierungskreis gehören unter anderem Vertreter der Veranstaltungsleitung, des Sanitäts- und Ordnungsdienstes, der Münchner Polizei sowie der Münchner Verkehrsgesellschaft an. "Im Bedarfsfall können sich alle beteiligten Sicherheitskräfte schnell und zielgerichtet abstimmen", so Herrmann.
Insgesamt befinden sich 56 Kameras der Münchner Polizei auf dem Wiesn-Gelände. Während der Öffnungszeiten werden die Aufnahmen kontinuierlich von den Beamten der Wiesn-Wache überprüft. Herrmann: "Dank der hochauflösenden Bildqualität können Straftäter auch bei Dunkelheit besser erkannt und identifiziert werden." Zudem wird die Münchner Polizei erstmals vom Drohnenkompetenz- und Abwehrzentrum (DKAZ) der Bayerischen Polizei unterstützt. "Unsere Drohnenexperten sind mit technischem Spezialgerät und gebündeltem Know-How vor Ort. So können unsere Einsatzkräfte schnellstmöglich auf potenzielle Gefahren durch Drohnen reagieren", betonte Herrmann.
Im Polizeipräsidium in der Innenstadt ist außerdem ein Bereitschaftsdienst der Staatsanwaltschaft untergebracht, der auch für die Wiesn zuständig ist. Auch in diesem Jahr sind Kräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei im Einsatz. Zudem unterstützen uniformierte Polizeibeamte aus Italien sowie Taschendiebfahnder aus dem Bundesgebiet und dem europäischen Ausland.
Herrmann bedankte sich abschließend bei allen, die während der Wiesn für Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr und Justiz rund um die Uhr im Einsatz sind: "Dass die Besucherinnen und Besucher auf dem Oktoberfest sicher feiern können, verdanken wir dem unermüdlichen Engagement unserer Einsatzkräfte. Ihnen allen ein herzliches Vergelt's Gott."